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Hochwasserrisiken gemeinsam meistern
Umsetzung der EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie in NRW
Auftaktveranstaltung zur Umsetzung der europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie
am Dienstag, den 18.10.2011 fand die Veranstaltung in der Aula der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster statt.weitere Informationen
Nordrhein-Westfalen unternimmt seit vielen Jahren erhebliche Anstrengungen, um Menschen, Umwelt, Wirtschafts- und Kulturgüter vor den Gefahren durch Hochwasser zu schützen. Neben baulichen Maßnahmen kommt dabei der Kartierung von Risiken, der Information der betroffenen Bürgerinnen und Bürger, der Vorsorgeplanung sowie der hochwassergerechten Entwicklungsplanung eine zentrale Bedeutung zu.
Bis zum Jahr 2015 werden in Nordrhein-Westfalen für alle Gebiete, in denen signifikante Hochwasserschäden auftreten können, Hochwasserrisikomanagementpläne erarbeitet. Ziel der neuen Pläne ist es, über bestehende Gefahren zu informieren und Maßnahmen unterschiedlicher Akteure zu erfassen und abzustimmen, um hochwasserbedingte Risiken für die menschliche Gesundheit, die Umwelt, Infrastrukturen und Eigentum zu verringern und zu bewältigen.
Grundlage dafür ist die EG-Richtlinie über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken (EG-HWRM-RL), die am 26. November 2007 in Kraft getreten ist. Die Zielsetzung der Richtlinie wurde von der Bundesregierung in die Novelle des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) übernommen (in Kraft seit 1. März 2010).
Zur Umsetzung des WHG sind folgende Schritte vorgesehen:
1. Vorläufige Bewertung
Bis Dezember 2011 ist ein Bericht über die systematische Bestandsaufnahme und Bewertung von Hochwasserrisiken und -folgen auf die menschliche Gesund-heit, die Umwelt, das Kulturerbe und wirtschaftliche Tätigkeiten zu erstellen. Mit diesem ersten Schritt werden zunächst nur die Gewässer bestimmt, an denen ein signifikantes Risiko (Risikoschwerpunkt) besteht.
Die "vorläufige Bewertung" zur Bestimmung der potenziell signifikanten Risikogewässer nach § 73 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) ist bereits abgeschlossen. Eine Zusammenfassung des Ergebnisberichts und eine Karte der "Risikogewässer" im Regierungsbezirk Münster finden Sie hier:
- Zusammenfassung des Berichts zur "vorläufigen Bewertung" der Gewässer in NRW nach den Vorgaben des § 73 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) (PDF 289 kB)
- Karte der Gewässer mit potenziellem signifikanten Hochwasserrisiko im Reg-Bez MS (PDF 4.780 kB)
2. Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten
Für die mit der "vorläufigen Bewertung" identifizierten Risikogewässer sind bis Dezember 2013 Hochwassergefahren- und -risikokarten zu erarbeiten. In diesem Schritt werden Überflutungsflächen ermittelt, die Aussagen darüber treffen, in welchem Maße ein Hochwasserrisiko besteht.
3. Hochwasserrisikomanagementpläne
Mit den Informationen aus den Risikokarten können bestehende Defizite identifiziert und die relevanten Handlungsfelder benannt werden – von der Flächenvor-sorge bis zur Gefahrenabwehr. Für jedes relevante Handlungsfeld definieren die jeweils Zuständigen ihre Ziele und benennen geeignete Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen. Nächster Schritt ist die Festlegung einer Rangfolge. Sie richtet sich zum Beispiel danach, wie dringend Maßnahmen sind und mit welchem Auf-wand umsetzbar. Für jede Maßnahme werden klare Zuständigkeiten und Umset-zungszeiträume benannt.
Dies ist Inhalt der Hochwasserrisikomanagementpläne, welche bis Dezember 2015 für die Risikogewässer in Zusammenarbeit mit den für die jeweiligen Handlungsfelder zuständigen Akteuren zu erstellen sind.
Weitere Informationen zur Umsetzung der EU-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie finden Sie hier:
- Broschüre "Hochwasserrisiken gemeinsam meistern" (PDF 2.4 MB)
- Broschüre "Mit dem Wasser leben – Hochwasserschutz in NRW " (PDF 1.8 MB)
- Broschüre "Hochwasserschutz für die Region Tipps zur Vorbeugung gegen Hochwasser in der Steverregion" (PDF 2,6 MB)
- Empfehlungen der Bund /Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser für die Erarbeitung von Gefahren- und Risikokarten (PDF 1. MB)
- Empfehlungen der Bund /Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser für die Erarbeitung von Hochwasserrisikomanagementplänen (PDF 481 kB

