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Bezirksregierung Münster weist „Venner Moor“ als Naturschutzgebiet aus
Das 148 Hektar große "Venner Moor" ist zum Großteil abgetorft und nach einem Übergangsstadium als Heide heute überwiegend bewaldet. Die eingeleitete Regenerierung des Moors lässt sich in zwei der insgesamt sechs wassergefüllten Torfstiche im Zentrum des Gebiets beobachten: Hier breiten sich Torfmoose und Wollgras aus, die für ein Hochmoor untypischen Birkenbestände sterben in diesen Bereichen ab. Darüber hinaus umfasst das Gebiet Zwergstrauch- und Pfeifengras-Birkenmischwälder, Birken-Kiefern-Moorwälder und eine feuchte Sandheide.
Im Kern- und Westmünsterland kommt dem "Venner Moor" eine besonders große Bedeutung als Rückzugslebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten zu, die eng an den Lebensraum Hochmoor angepasst sind. So gehört das Gebiet zum Beispiel zu den wenigen Rückzugsgebieten der Kreuzotter und der Maulwurfsgrille in NRW und beheimatet geschützte Vogelarten wie den Mittelspecht, den Schwarzspecht oder den Wespenbussard.
Das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) "Venner Moor" ist Bestandteil des zusammenhängenden europäischen ökologischen Netzes "NATURA 2000". Ziel der Schutzverordnung ist, die vorhandenen Moorrelikte zu erhalten und ein naturnahes, lebendes Hochmoor inklusive des dazu erforderlichen Wasserhaushalts wiederherzustellen. Darüber hinaus sollen die Moorwaldbereiche gesichert und entwickelt werden.
Die Verordnung wurde im Amtsblatt der Bezirksregierung Münster veröffentlicht. Anregungen und Bedenken von Trägern öffentlicher Belange und beteiligten Privatpersonen sind abgewogen worden und in die Entscheidung der Bezirksregierung eingeflossen.
10.09.2009

