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"Saatkrähenkolonie" wird zum "Zechenwäldchen"
Bezirksregierung weist geschützten Landschaftsbestandteil aus

Münster/Datteln. Die Bezirksregierung Münster hat das Gebiet nördlich der ehemaligen Zeche Emscher-Lippe in Datteln nach 1989 erneut als geschützten Landschaftsbestandteil ausgewiesen. Dieser trägt ab jetzt den Namen "Zechenwäldchen Emscher-Lippe".

Bei dem knapp vier Hektar großen Areal handelt es sich um schützenswerten älteren Waldbestand auf einem ehemaligen Haldengelände. Während des Sturms Kyrill 2007 wurde ein Teil des Baumbestandes beschädigt. Trotzdem stellt das Gebiet für die angrenzende Vestische Kinderklinik nach wie vor einen wertvollen Puffer- und Klimaschutzbereich innerhalb der städtebaulichen Situation dar. Darüber hinaus leben in dem Gebiet verschiedene Fledermausarten, die geschützt werden sollen.

In den achtziger Jahren lebten in dem Wäldchen noch Saatkrähen, was dem Gebiet damals den Namen "Saatkrähenkolonie" gab. Die Vögel hatten sich jahrelang von Nahrungsresten auf der Mülldeponie Löhringhoff ernährt, sind nach der Rekultivierung der Deponie jedoch abgewandert.

Mit der erneuten Ausweisung als geschützten Landschaftsbestandteil wurde die Fläche des Zechenwäldchens etwas verkleinert. Dies soll Raum für zusätzliche Parkplätze für die Vestische Kinderklinik schaffen, da durch das neue Palliativzentrum ein erhöhter Bedarf an Stellplätzen entstanden ist.

Die Verordnung wurde im Amtsblatt Nr. 51 für den Regierungsbezirk Münster veröffentlicht.

23.12.2009

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