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"Tag gegen Lärm" geht am 29. April in eine neue Runde - Bezirksregierung bietet Hotline an

Horst-Werner Wolter beantwortet Fragen zum Thema Lärm.

Horst-Werner Wolter beantwortet Fragen zum Thema Lärm.

Münster. Am 29. April 2009 findet zum 12. Mal der "Tag gegen Lärm“ (International Noise Awareness Day) unter dem Motto „Horch, was kommt von draußen rein!“ statt. In der Bezirksregierung Münster ist dazu am kommenden Mittwoch in der Zeit vom 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr unter der Rufnummer 0251/411-1683 eine Telefon-Hotline geschaltet. Unter dieser Rufnummer beantwortet Horst-Werner Wolter als langjähriger Fachmann des Immissionsschutzdezernates Fragen „rund um den Lärm“.

Nach Angabe des Bundesumweltamtes beklagen sich etwa 75 Prozent der Menschen in Deutschland über Belästigungen durch zu laute Geräusche. An der Spitze stehen nach wie vor die Straßenverkehrsgeräusche, dicht gefolgt vom Bahn- und Fluglärm.

Es hat sich vieles in Sachen Lärmreduzierung getan: Es gibt lärmarme Straßenbeläge und leisere Flugzeuge sowie geräuscharme Lastkraftwagen. Reifenprofile sind schallfreundlicher geworden. Fenster haben heute neben einer verbesserten Wärmedämmung schützende Lärmdämmeigenschaften. In Industrie- und Gewerbebetrieben hat die Lärmvermeidung einen höheren Stellenwert erhalten.

Insgesamt nimmt die Lärmbelastung aber eher noch zu. Neueste Untersuchungen weisen auf gesundheitliche Auswirkungen durch störenden Lärm auf das Herzkreislaufsystem hin. Ungestörter Schlaf bleibt aus und vermindert die Leistungsfähigkeit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Die Lebensqualität leidet.

Engagement ist gefragt: Regelungen allein sind nicht die Lösung. Mehr Informationen über die Auswirkungen von Lärm sind notwendig, um vor allem selbst krankmachende Lärmquellen zu erkennen und zu vermeiden. Nicht selten ist die Lärmbelastung "hausgemacht". Dazu gehören beispielsweise lärmintensive Diskobesuche oder viel zu lautes Musikhören mit Kopfhörer (Lautstärke im Bereich von 110 Dezibel). Nicht selten addiert sich all dieser Lärm zu einem krankmachenden Pegel.

Ein weiteres zentrales Thema zum Schutz gegen Lärm ist die Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Union in Deutschland und die damit zusammenhängenden Lärmkartierungen. Ziel der Umgebungslärmrichtlinie ist es, schädliche Umwelteinwirkungen durch Umgebungslärm zu vermeiden und einzudämmen. Die Städte werden insbesondere im Bereich des Verkehrslärms in die Pflicht genommen.

Der „Tag gegen Lärm“ findet seit 1998 einmal jährlich im April statt. Das genaue Datum orientiert sich an dem in den USA veranstalteten „International Noise Awareness Day“. An diesem Tag soll die Öffentlichkeit über Lärm im Allgemeinen, aber auch über die Ursachen und Auswirkungen von Lärm informiert werden.

Weitere Informationen zum Tag gegen Lärm finden Sie im Internet unter: http://www.tag-gegen-laerm.de.

27.04.2009

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