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Regierungspräsident übergibt Bewilligungsbescheid für den Neubau des LWL-Landesmuseums

Kirsch Rüschoff und Dr. Peter Paziorek

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (2.v.r.) überreicht den Förderbescheid an den Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe Dr. Wolfgang Kirsch (links) im Beisein von Dr. Barbara Rüschoff-Thale (2.v.l.) und Hans-Peter Boer.

Münster. Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hat heute (30. Juli) einen Förderbescheid in Höhe von neun Millionen Euro für den Neubau des LWL-Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte an den Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Wolfgang Kirsch übergeben. Die Auszahlung der Summe wird über vier Jahre verteilt.

Mit der Landesförderung unterstreicht das Land NRW den Rang, den das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte im Land, in der Region und in der Stadt Münster hat.

Am 15. Oktober 2007 war der Förderantrag eingereicht worden. Bereits zur Jahreswende 2007 / 2008 sagte die Landesregierung ihre Unterstützung für den Neubau zu; kurz darauf wurde die Summe von neun Millionen Euro endgültig beziffert und Ende April 2008 der vorzeitige Maßnahmebeginn genehmigt.

"Das LWL-Landesmuseum ist ohne Zweifel das an Bedeutung, Sammlungen und kunstwissenschaftlicher Qualitätsarbeit in Forschung und Exposition wichtigste Haus in Westfalen und aus der Kulturarbeit nicht wegzudenken", hob Paziorek bei seinem Grußwort hervor. Gleichzeitig sei er der festen Überzeugung, "dass es seine Strahlkraft für das Land NRW und den Landesteil Westfalen nicht nur bewahren, sondern sogar dazu gewinnen wird."

Wir freuen uns, dass das Land seinen Beitrag zur Gesamtsumme von fast 50 Millionen Euro beisteuert", sagte LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. Er erinnerte daran, dass das Land in den vergangenen drei Jahren Museumsbauten in Düsseldorf mit über elf Millionen gefördert habe. Die westfälischen Kommunen würden mit der Investition von 40 Millionen Euro in das LWL-Landesmuseum ihr Engagement für die Kultur in der Region unter Beweis stellen. Der LWL finanziert seinen Anteil aus dem Verkauf von Beteiligungen an einer RWE-Gesellschaft (RWE Westfalen-Weser-Ems AG).

Das LWL-Landesmuseum geht zurück auf das Engagement von interessierten Bürgern, die sich 1825 im Altertumsverein für Westfalen und 1832 im Westfälischen Kunstverein zusammengeschlossen hatten. Diesen Kunstliebhabern sind über das gesamte 19. Jahrhundert hinweg die Rettung, der Erwerb und die Neuschaffung von Kunstschätzen zu verdanken, die bis heute den Grundstock des "zentralen Kunstmuseums für Westfalen" bilden, das seit 1908 seinen Standort am Domplatz hat.

Das Neo-Renaissance Gebäude, das vor einiger Zeit noch restauriert wurde, bildet mit seinem imposanten Lichthof auch während der Umbauphase das Herz des Hauses.

Der im Jahre 1970 angefügte Erweiterungsbau musste jedoch in den letzten Wochen weichen, um dem geplanten Neubau Platz zu geben, der nicht zuletzt aus konservatorischen Gründen und unter Betrachtung erhöhten Platzbedarfes notwendig geworden ist. Zusätzlich soll die Erreichbarkeit und die Begehbarkeit des Hauses verbessert werden, um so die Verbindung zwischen Besucher und Kunst zu vergrößern und zu intensivieren.

Grußwort des Regierungspräsidenten aus Anlass der Übergabe des Bewilligungsbescheides des Neubaus LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster (PDF 35KB)

Neubau des LWL-Landesmuseums Bild herunterladen
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30.07.2009

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