Amtliche Bekanntmachung

Sie sind hier:

 

Wilhelm Büker mit Bundesverdienstkreuz geehrt - Regierungspräsident verleiht Orden

Im Kreise seiner Familie nahm Wilhelm Büker (mit Urkunde) das Bundesverdienstkreuz aus den Händen von Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (Mitte hinten) entgegen.

Im Kreise seiner Familie nahm Wilhelm Büker (mit Urkunde) das Bundesverdienstkreuz aus den Händen von Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (Mitte hinten) im Beisein von Landrat Dr. Olaf Gericke (links) und Ahlens Bürgermeister Benedikt Ruhmöller (rechts) entgegen.

Münster/Ahlen. Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hat heute (3. Februar) stellvertretend für den Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande an den Ahlener Wilhelm Büker verliehen. Bei der Feierstunde waren neben Ehefrau Karola Büker, die behinderte Tochter Anke Büker und Sohn Thorsten, die Enkelkinder Anna und Anton, der Landrat des Kreises Warendorf Dr. Olaf Gericke und Ahlens Bürgermeister Benedikt Ruhmöller sowie viele Weggefährten aus der Behindertenarbeit anwesend.

Dr. Peter Paziorek: „Mir ist Wilhelm Büker über Jahre hinweg als äußerst engagierter Mitbürger im Sozialbereich bekannt. Aus dem Grunde freue ich mich ganz besonders über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.“

Seit 1970 ist Wilhelm Büker Beiratsmitglied des Vereins "für-ein-ander" im Kreis Warendorf und berät den geschäftsführenden Vorstand des Vereins.

Wilhelm Büker ist Gründungsmitglied des Beirates der Freckenhorster Werkstätten, der 1993 gegründet wurde und seit dieser Zeit Sprecher des Beirates. Außerdem ist er Vorstandsmitglied des Fördervereins dieser Werkstatt.

Erstmalig wurde Büker 1995 in die geschäftsführende Arbeitsgruppe des Landesverbandes von Eltern-, Angehörigen- und Betreuerbeiräten in Werkstätten und Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung in NRW (LVEB) gewählt. Die Arbeitsgruppe arbeitet trägerübergreifend an dem Ziel, die Lebensbedingungen behinderter Menschen zu verbessern. Von 1997 bis 2008 hat Wilhelm Büker als Sprecher der Arbeitsgruppe den Belangen behinderter Menschen Gehör verschafft. Durch seine Arbeit bewirkte er, dass die Arbeitsgruppe zu Verbandsanhörungen bei Gesetzesänderungen im Landtag NRW eingeladen und angehört wurde. Seinen Einfluss machte er bei der Pflegeversicherung, bei Diskussionen um Entlastung der Kommunen im sozialen Bereich, bei der Anhörung zum neuen Wohn- und Teilhabe-Gesetz und bei der derzeitigen Debatte um die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe in Verbindung mit der "UN-Konvention" geltend. Außerdem hat er ein regelmäßiges Treffen mit hochrangigen Vertretern beider Landschaftsverbände verwirklicht.

Wilhelm Büker ist zweiter Sprecher des Bundesverbandes von Angehörigen und Betreuerbeiräten in Werkstätten und Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung. Er setzt sich somit auch für die Belange behinderter Menschen auf Bundesebene ein.

Seit 1992 ist Wilhelm Büker Mitglied des Beirates für behinderte Menschen in Ahlen sowie stellvertretender Vorsitzender des Behindertenbeirates des Kreises Warendorf. Als Mitglied des Gremiums der sozial erfahrenen Personen des Kreises Warendorf ist er seit 1980 vor dem Erlass von Bescheiden in Sozialhilfeangelegenheiten beteiligt und hilft mit seiner konstruktiven Kritik bei der Entscheidungsfindung.

Bükers behinderte Tochter Anke lebt seit 1989 im Christophorus-Haus in Ennigerloh. Dort initiierte er 1990 die Gründung einer Eltern- und Angehörigenvertretung.

Aufgrund der Tatsache, dass die behinderte Tochter Anke in Caritaseinrichtungen lebt und arbeitet, hat sich Büker sehr stark auch für die Belange von Menschen mit Behinderungen in diesen Einrichtungen eingesetzt. Büker ist Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Angehörigenvertretungen in Caritaseinrichtungen der Behindertenhilfe e. V. (BACB). In der Diözesenarbeitsgemeinschaft der Diözese Münster ist er Angehörigenvertreter der Behindertenhilfe und hat das Amt des zweiten Sprechers übernommen.

Aufgrund seiner Verdienste für Menschen mit Behinderungen hat ihm der Deutsche Caritas-Verband im Dezember 2009 das Ehrenzeichen in Gold verliehen. Überreicht wurde das Ehrenzeichen durch Diözesencaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann.

Wilhelm Büker zeichnet sich dadurch aus, dass er fast jederzeit als Ansprechpartner für Eltern und Mitarbeiter verschiedener Einrichtungen zur Verfügung steht. Sein ehrenamtliches Engagement ist zu seiner Lebensaufgabe geworden. Besonders für Menschen mit geistiger Behinderung ist er ein engagiertes "Sprachrohr", da sie ihre Bedürfnisse und Wünsche meist nicht selbst artikulieren können.

Der heute 73-jährige Wilhelm Büker war 33 Jahre als Soldat bei der Luftwaffe der Bundeswehr tätig. Aufgrund der beispielhaften Erfüllung seiner Soldatenpflichten wurde er 1989 mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold ausgezeichnet.

03.02.2010

Informationsleiste

Ansprechpartner/in:

Info