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Bundesverdienstkreuz erster Klasse: Regierungspräsident verleiht Joachim Schmidt Auszeichnung

Im Kreis seiner Familie erhielt Joachim Schmidt (Mitte) die Auszeichnung aus den Händen von Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (3.v.l.). Von rechts nach links: Ingrid von Falkenhayn, Ehefrau Tatjana und Sohn Victor Schmidt, Helga Ehlers und Jörg Thiemann

Im Kreis seiner Familie erhielt Joachim Schmidt (Mitte) die Auszeichnung aus den Händen von Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (3.v.l.). Von rechts nach links: Ingrid von Falkenhayn, Ehefrau Tatjana und Sohn Victor Schmidt, Helga Ehlers und Jörg Thiemann

Münster. Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hat heute (15. April), stellvertretend für Bundespräsident Horst Köhler, an Joachim Schmidt aus Münster im Wege der Höherstufung das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen. Dessen jahrzehntelanges soziales Engagement wurde im Beisein seiner Familie und Freunde mit dieser Auszeichnung gewürdigt.

„Die Leistungsfähigkeit, die vielfältigen Aufgaben und vor allem das hohe Ansehen der Johanniter in Münster ist auf Ihr soziales Engagement zurückzuführen. Ohne ehrenamtlichen Einsatz tatkräftiger Mitmenschen wären soziale Organisationen schlechter aufgestellt“, hob Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek in seiner Festansprache hervor.

Bis 2007 arbeitete Joachim Schmidt als Diplomingenieur beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen und leistet seitdem rund 50 Arbeitsstunden wöchentlich für die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in Münster.

Seit 1963 engagiert sich Schmidt ununterbrochen und ehrenamtlich für die JUH. Zunächst setzte er sich für die Ausbildung von Ersthelfern ein, widmete sich dem Aufbau des Ortsverbandes Münster und dem Ausbau sowie der Leitung der Landesschule der Johanniter. Er engagierte sich als Bezirkbeauftragter für den Regierungsbezirk Münster sowie als Landesausbildungsleiter für Nordrhein-Westfalen. In dieser Funktion vertritt er bis heute den JUH-Landesverband NRW in Sitzungen auf Bundesebene.

In der Zeit von 1974 bis 1994 leitete Schmidt neben der Landesschule auch den Kreisverband Münster. Von 1993 bis 1997 war er als Präsidiumsmitglied der JUH e.V. bundesweit aktiv und wurde 1996 zum Regionalvorstand Münster ernannt.

2008 wurde der bereits 1974 begonnene Umbau eines alten Kasernengeländes an der Weißburgstraße als örtliche Niederlassung der JUH in Münster unter seiner Leitung fortgeführt. Die JUH verlagerte die Ausbildungstätigkeit immer mehr nach Münster und schuf damit ein Bundeszentrum, das aufgrund der dort stattfindenden, fachlich fundierten Ausbildung auch von anderen Verbänden und Gruppen genutzt wird. Schmidt, der seit 1997 auch dem Vorstand der Johanniterschule angehört, stehen über 50 Ärzte, Krankenschwestern und –pfleger, Ausbilder und Ökotrophologen als Honorarkräfte und weitere hauptamtlich beschäftigte Personen zur Seite. Bis heute trägt er ehrenamtlich die Verantwortung für die Instandhaltung der Räume, die Buchhaltung und das Qualitätsmanagement. Darüber hinaus organisiert Schmidt die Unterbringung und Verpflegung der jährlich über 7650 Seminarteilnehmer mit über 20.000 Übernachtungen.

2002 initiierte Joachim Schmidt die Erweiterung der Johanniterschule durch die Johanniter-Akademie Münster. Dabei trug er maßgeblich die Verantwortung bei der Finanzierung und dem Kauf des dafür benötigten zusätzlichen Geländes. Mit dem Neubau entstanden 14 Lehrsäle, sechs Praxisräume und ein neues Unterkunftshaus mit 50 Doppelzimmern.

Bereits in den 1980er Jahren hatte Schmidt die Idee, Theorie und Praxis der Altenpflege durch den Bau eines Johanniter-Stiftes zu verbinden. Er hat das Projekt vorangetrieben, begleitet und maßgeblich Verantwortung übernommen. 2009 konnte das neue Johanniter-Stift mit 80 Pflegezimmern und 13 Stiftswohnungen eröffnet werden.

Seit zwölf Jahren ist der Träger des Bundesverdienstkreuzes Mitglied der CDU Münster-Hiltrup. Im November 2009 wurde er zum Bezirksbürgermeister Münster-Hiltrup gewählt.

15.04.2010

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