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Internationales Kinderfestival beim RP
Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (l.), der türkische Generalkonsul Gürsel Evren (r.) und die Schüler Ceren Alsulu (Mitte), Theresa Kleuker (2.v.l.), Jan Philip Wichmann (2.v.r.), und Hasan Can vom Gymnasium Paulinum
Auf die Frage, welche Entscheidung sie als „Ersatz“-Regierungspräsidentin zuerst träfe, antwortete die 11-jährige spontan: „Ich würde dafür sorgen, dass der Unterricht an meiner Schule später beginnt, damit ich morgens länger schlafen kann“. Paziorek wies jedoch darauf hin, dass diese Entscheidung aus der Sicht eines Regierungspräsidenten aus vielerlei Gründen nicht so einfach sei. Schließlich müsse er dabei bedenken, dass eine einheitliche Regelung für alle Gymnasien getroffen werden müsste, dass sich viele Schulbusverbindungen ändern und der Unterricht dann auch erst später am Tag beendet sein würde. Aufgrund der überzeugenden Argumentation der Schülerin war er dennoch geneigt, den Rest des Tages frei zu nehmen und Ceren seinen Dienstposten zu überlassen.
Der 23. April, auf türkisch 23 Nisan und ursprünglich der Tag, an dem das türkische Parlament eröffnet wurde, wurde im Jahr 1920 von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk als offizieller Feiertag für Kinder in der Türkei eingeführt. Seither finden dort jährlich Straßenumzüge und Feierlichkeiten in Stadien statt.
Unter dem Motto „Unsere Kinder sind unsere Zukunft“ soll der Feiertag Brüderlichkeit, Liebe und Freundschaft zwischen den Kindern fördern. Seit 1979 trägt der Feiertag den erweiterten Titel „Internationales Kinderfest“ und wird auch in anderen Ländern gefeiert.
In Deutschland feiern an diesem Tag verschiedene türkische Vereine in Kooperation mit deutschen Einrichtungen für Kinder- und Jugendarbeit interkulturelle Kinderfeste, die den ursprünglichen Gedanken der Völkerverständigung betonen sollen mit dem Ziel, Kinderrechte international zu fördern und ein friedvolles Zusammenleben zu erreichen. Alle Kinder, gleich welcher Nationalität, ungeachtet der Kultur, Ethik und Religion sollen an diesem Tag zusammen kommen und miteinander feiern.
23.04.2010

