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Emscher-Lippe-Konferenz: Beschluss zur Industriepolitik und Resolution zum Ausbau der B 224 finden breite Unterstützung

v.l. Dr. Josef Hülsdünker (DGB), OB Frank Baranowski, RP Dr. Peter Paziorek und Peter Schnepper (IHK Nordwestfalen).

(v.l.n.r.) Dr. Josef Hülsdünker (DGB), OB Frank Baranowski, RP Dr. Peter Paziorek und Peter Schnepper (IHK Nordwestfalen)

Gelsenkirchen / Münster. Das Regionale Entwicklungskonzept Emscher-Lippe, Bildungsnetzwerke, die Zukunft der Breitbandversorgung und der Ausbau der Bundesstraße 224 waren einige der Themen der Emscher-Lippe-Konferenz 2010, zu der die Bezirksregierung Münster heute (14. Juni) in den Wissenschaftspark Gelsenkirchen geladen hatte.

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek zog eine Zwischenbilanz der Handlungsstrategie 2020 für die Emscher-Lippe-Region, auf die sich die regionalen Akteure im Spätsommer 2007 verständigt hatten, lenkte den Blick auf die Schritte, die bereits unternommen wurden und beleuchtete gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen Chancen, Risiken und Probleme. Paziorek sicherte der Region noch einmal ausdrücklich seine volle Unterstützung bei Förderprojekten zu. Die intensiven Sparanstrengungen der Emscher-Lippe-Region gelte es wahrzunehmen und anzuerkennen. Die Region habe Anspruch auf Hilfe zum Strukturwandel von außen.

Die Emscher-Lippe-Konferenz stellte sich mit großer Stimmenmehrheit hinter den im Mai verfassten Beschluss des Aufsichtsrates der WiN Emscher-Lippe GmbH zur Industriepolitik, den Oberbürgermeister Bernd Tischler (Bottrop) zuvor als neuer Aufsichtratsvorsitzender erläutert hatte. Ziel ist angesichts des Verlustes von immer mehr Arbeitsplätzen der Erhalt und die Neuansiedlung von industriellen Unternehmen. Die Emscher-Lippe-Region soll zum Entwicklungs- und Produktionsstandort für zukunftsorientierte, industriell anwendbare Technologien weiter entwickelt werden.

Landrat Cay Süberkrüb (Kreis Recklinghausen) zeichnete das Bild einer „Region des sozialen Aufstiegs durch Bildung.“ Zentrale Aufgabenstellung sei, dass „kein Kind verloren gehen darf“. „Es braucht die ganze Region, damit jedes Kind seine Bildungschancen nutzen kann“, sagte Süberkrüb.

Ebenfalls auf große Zustimmung der Anwesenden stieß die Resolution der Städte der Emscher-Lippe-Region zum geplanten Ausbau der B224 zur A 52 zwischen den Anschlussstellen A 40/ Essen und Gladbeck. Bürgermeister Ulrich Roland (Gladbeck) wies auf die hohe überregionale und regionale Bedeutung dieser Verkehrsachse hin. Nur eine weitgehende Tunnellage der A 52 sichere die Lebensqualität in Gladbeck.

Über die Wege zu einer zukunftsfähigen und bedarfsgerechten Breitbandversorgung in der Emscher-Lippe-Region informierte Professor Dr. Bernd Holznagel vom Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Langfristig sei der steigende Bedarf nur durch den weiträumigen Ausbau mit Glasfaserkabel zu sichern. Die Geschäftsstelle der WiN Emscher-Lippe erhielt den Auftrag, die derzeitige Versorgung der Region zu ermitteln und Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen.

Zu Beginn der Konferenz hatte Oberbürgermeister Frank Baranowski als Gastgeber im Wissenschaftspark über den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen, den weiteren Kurs zur Solarstadt und die Gewerbeflächen-Konzeption informiert.

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14.06.2010

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