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„Feuerkonzert 2010“ spielt harmonisch zusammen - Gefahrenabwehr für Katastrophenfall gut vorbereitet

„Feuerkonzert 2010“ spielt harmonisch zusammen

„Feuerkonzert 2010“ spielt harmonisch zusammen

Münster/Hörstel. Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller-Elverfeld, die zugleich auch Leiterin des Krisenstabes der Bezirksregierung Münster ist, und Dr. Martin Sommer, Ordnungsdezernent des Kreises Steinfurt, zogen noch am Abend ein positives Fazit der groß angelegten Gefahrenabwehrübung „Feuerkonzert 2010“. An dem von der Bezirksregierung Münster, dem Kreis Steinfurt und der Bundeswehr auf dem ehemaligen NATO-Stützpunkt in Hörstel-Dreierwalde simulierten Großeinsatz am 10. Juli waren insgesamt rund 750 Einsatzkräfte und 116 Fahrzeuge aus den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und den kreisfreien Städten Gelsenkirchen und Münster beteiligt.

Feller-Elverfeld betonte, wie wichtig es sei, immer wieder unterschiedliche Schadensszenarien zu üben und mögliche Schwachstellen im Konzept aufzudecken, um im Katastrophenfall gut vorbereitet zu sein. Gerade die Kommunikation zwischen den Bezirksbereitschaften der Feuerwehren und der Bezirksregierung Münster zu proben, sei für den Ernstfall wichtig. Ihr Dank galt insbesondere den vielen freiwilligen Feuerwehrleuten, die sich dieser Herausforderung in ihrer Freizeit und bei der großen Hitze gestellt hätten und ehrenamtlich einen Beitrag für das Gemeinwohl leisteten. Die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und die Hilfsorganisationen übernehmen mit ihrem hohen Engagement für die gute Sache eine wichtige Aufgabe in der Gesellschaft.

Bei der Gefahrenabwehrübung „Feuerkonzert 2010“ waren ein Transporthubschrauber CH-53 auf dem Weg zum Heeresflugplatz Rheine-Bentlage mit einem Transportflugzeug kollidiert. An Bord des Hubschraubers befand sich das Heeresmusikkorps. In Rheine-Bentlage war der Transporthubschrauber im Notlandeanflug zusätzlich einen Alouette-Hubschrauber touchiert und hatte einen Wald in Brand gesetzt. Es gab rund 50 verletzte Personen.

Das Transportflugzeug, das mit der CH 53 kollidiert war, hatte mehrere Kartons mit Explosivstoffen an Bord und musste auf dem ehemaligen NATO-Stützpunkt Hörstel-Dreierwalde notlanden. Bei der Notlandung hatte es den Tower gestreift. Dort waren mehrere Personen eingeschlossen und mussten von außen gerettet werden. Das angrenzende Areal der ehemaligen Hundewache war ebenfalls in Brand geraten. Bei der Notlandung hatte das Transportflugzeug eine Fläche von rund 50.000 Quadratmetern, das sind ungefähr fünf Fußballfelder, in Brand gesetzt und eine brennende Ölspur hinterlassen. Einen solchen großflächigen Brand zu bekämpfen, war schwierig und erforderte zusätzlichen Löschmitteleinsatz aus der Luft. Deshalb hat ein Hubschrauber den Löschwasseraußenlastbehälter „Smokey“ mit 5.000 Litern Wasser gezielt über dem Brand ausgeleert.

Die Bezirksregierung Münster trainierte in Hörstel-Dreierwalde erstmals in dieser Größenordnung mit den Bezirksbereitschaften (rund 530 Einsatzkräfte und 116 Fahrzeuge) aus den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und den kreisfreien Städten Gelsenkirchen und Münster die Zusammenarbeit in Katastrophenfällen.

Die Bezirksbereitschaften, die sich aus den Löschzügen der Feuerwehren im Regierungsbezirk bilden, werden von einer rund 20-köpfigen Abteilungsführung koordiniert.

Im Regelfall nimmt die Planung und Organisation einer solchen Übung ein halbes Jahr in Anspruch.

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10.07.2010

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