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75.000 Euro für Wasserschloss Burgsteinfurt: Regierungspräsident überreicht Zuwendungsbescheid

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (links) überreicht den Förderbescheid an die Burgsteinfurter Schlossherren.

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (links) überreicht den Förderbescheid an die Burgsteinfurter Schlossherren.

Münster/ Steinfurt. Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek überreichte heute (12. Juli) dem Hausherrn des Wasserschlosses Burgsteinfurt, Fürst Christian zu Bentheim und Steinfurt, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 75.000 Euro aus dem Denkmalförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Ich freue mich, mit dem Förderbescheid aus meinem Haus einen Beitrag zum Erhalt der wertvollen Ringmantelburg leisten zu können“, sagte Paziorek bei der Übergabe. „Das Wasserschloss Burgsteinfurt gehört zu den wenigen, weitgehend erhaltenen Kleinresidenzen im nordwestdeutschen Raum und ist eine Perle im Münsterland.“

Zusammen mit Bundesmitteln (75.000 Euro) aus dem Denkmalpflegeprogramm „Substanzerhaltung und Restaurierung von Kulturdenkmälern von nationaler Bedeutung“ und einem Eigenanteil der fürstlichen Familie in Höhe von 150.000 Euro stehen im Jahr 2010 für Arbeiten am Schloss 300.000 Euro zur Verfügung.

Das Geld wird eingesetzt, um die historische Bleiverglasung der Fenster im viereckigen Treppenturm zu restaurieren und die Fassade am Treppengiebel des Rittersaals zu sanieren.

Die in Stahlrahmen gefassten, bleiverglasten Fenster haben durch Korrosion des Stahls im Laufe der Zeit erhebliche Schäden erlitten. Teilweise sind sie bereits vom Eigentümer des Anwesens ausgebaut und gesichert worden. Eine Spezialwerkstatt in Köln wird die Elemente aufarbeiten und stückweise austauschen. Die Sanierung der Außenseite des Rittersaals ist notwendig geworden, da die hauptsächlich aus Baumberger Sandstein bestehende Fassade der Schlossanlage Ende des 19 Jahrhunderts größtenteils mit Zement verputzt und verfugt wurde. Eindringende Feuchtigkeit konnte nicht mehr austreten und verursachte dadurch erhebliche Schäden. Um die historische Bausubstanz zu erhalten, wird nun das Mauerwerk gereinigt und die Fassade mit Fugenmörtel aus Muschelkalk verfugt.

Die Schlossanlage aus dem 12. Jahrhundert liegt auf zwei von der Steinfurter Aa umflossenen Inseln. Aus denkmalpflegerischer Sicht ist sie als eine der am besten erhaltenen Wasseranlagen Deutschlands eingestuft. Sie spiegelt die Geschichte der Fürstenhäuser in ihrer gut erhaltenen Bausubstanz vom 12. bis 19. Jahrhundert wieder und zeigt Elemente aus allen Epochen der Baukultur.

Weitere Information:

12.07.2010

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