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Regierungspräsident verleiht Hans-Jürgen Schuch das Bundesverdienstkreuz erster Klasse
Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (l.) zeichnet Hans-Jürgen Schuch im Beisein seiner Ehefrau Renate (2.v.l.) und Tochter Brigitta aus
Im Beisein von Ehefrau Renate, Tochter Brigitta sowie weiteren Bekannten der Familie wurde Hans-Jürgen Schuch für sein jahrzehntelanges Engagement im kulturellen Bereich und der Völkerverständigung geehrt.
Bereits 1968 bekam Hans-Jürgen Schuch das Verdienstkreuz am Bande verliehen und ist seit 2003 Ehrenbürger seiner Heimatstadt Elbingen/Westpreußen (heute Polen), da er der Stadtverwaltung wesentliche Hilfestellungen beim Wiederaufbau gab. Schuch wurde 1944 kriegsdienstverpflichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelte er nach Dortmund um. Durch sein ehrenamtliches Engagement gelingt es Schuch die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen stetig zu verbessern.
Von 1963 bis 1991 war Schuch hauptamtlicher Bundesgeschäftsführer der Landsmannschaft Westpreußen, wo er 1998 mit dem westpreußischen Kulturpreis ausgezeichnet wurde. Sie ist die höchste Auszeichnung der Landsmannschaft.
Von 1991 bis 1998 arbeitete Schuch als Direktor des Westpreußischen Landesmuseums in Münster-Wolbeck. Schuch schaffte es die bisher einzige Außenstelle eines deutschen Museums in Krockow (Polen) anzusiedeln.
Nach seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender der Kulturstiftung Westpreußen ist Hans-Jürgen Schuch nun Mitglied des Stiftungsrates und setzt sich für die Wahrung des kulturellen Erbes Westpreußens ein. Seine Arbeit wird als Austauschmöglichkeit zwischen den polnischen Kultureinrichtungen angesehen.
Seit 1987 ist Schuch Mitglied des Stiftungsrates der „Stiftung ostdeutscher Kulturrat“ und seit 1975 Mitglied des Stiftungsrates des Norddeutschen Kulturwerks, dessen Vorsitz er 2002 übernommen hat. Seit 1988 gehört Schuch als Experte der historischen Kommission für Ost- und Westpreußische Landesforschung an. Er ist seit 1989/90 Vorsitzender der Elbinger „TRUSO-Vereinigung für Heimat, Kultur und Wissenschaft“.
Hans-Jürgen Schuch veranstaltet jährlich eine Studienreise für Interessierte in seine Heimatstadt. Des Weiteren veranstaltet er zweimal jährlich Tagungen in Danzig und Thorn (Polen), bei welchen er sich für die finanzielle Förderung der Arbeit deutscher Minderheitenvereinigungen einsetzt.
14.07.2010

