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Regierungspräsident verleiht Anerkennungsurkunde für "Clemens-Riedel-Stiftung – Heimatwerk Schlesischer Katholiken"

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek und die Stiftungsmitglieder nebst weiterer Gäste

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek und die Stiftungsmitglieder nebst weiterer Gäste

Münster. Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hat heute (18. August 2010) die Anerkennungsurkunde für die Clemens-Riedel-Stiftung an den Vorstandsvorsitzenden Herbert Gröger übergeben. Stifter ist der Verein "Hauptstelle des Heimatwerkes Schlesischer Katholiken e.V.".

Ziel der Stiftung ist unter anderem der Erhalt des kulturellen Erbes und die Pflege des schlesischen Volkstums. Die Stifter wollen sich besonders für Flüchtlinge und Vertriebene einsetzen und die Volksgruppenarbeit in Schlesien und Deutschland unterstützen, um zu einer besseren Verständigung zwischen den beiden Kulturen beizutragen. Ein weiterer Aufgabenbereich wird die Ausbildungsförderung von Priestern und Priesteramtskandidaten in den Bistümern Oppeln und Gleiwitz sein.

Bereits im Mai 2006 wurde auf einer Mitgliederversammlung des Vereins der Wunsch geäußert eine Stiftung zu gründen. Am 23. Januar 2010 bestätigte der Vorstand den Wunsch seiner Mitglieder und errichtete die kirchliche "Clemens-Riedel-Stiftung – Heimatwerk Schlesischer Katholiken".

Die Stiftung wird ihren Sitz in Münster haben und ausschließlich gemeinnützige und kirchliche Zwecke verfolgen. Der Stiftungszweck soll durch Veranstaltungen, Tagungen und Lehrgängen verwirklicht werden. Aufsicht über die Stiftung führt das Generalvikariat in Münster. Das Anfangsvermögen der Stiftung beläuft sich auf 55.000 Euro und ist in seinem Wert ungeschmälert zu erhalten. Das Vermögen der Stiftung kann durch Zustiftungen und Spenden erhöht werden. Die Stiftung wird von Herbert Gröger, Ludwig-Andreas Riedel, Prof. Dr. Josef J. Menzel, Dr. Bernhard Jungnitz, Christoph Tenbohlen, Pfarrer Franz Wilke und Georg Kresse verwaltet. Alle Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Eine Amtszeit beträgt fünf Jahre (Wiederwahl ist zulässig.).

Die Namensgebung erfolgte im Andenken an den ehemaligen Ehrenpräsidenten des Heimatwerkes Schlesischer Katholiken.

Clemens Riedel, geboren 1914 in Breslau, wurde 1945 aus Schlesien vertrieben. Er war ein sehr engagiertes Mitglied der Kolpingfamilie in Breslau und Frankfurt am Main. Des Weiteren betätigte er sich in zahlreichen Vertriebenenorganisationen und war von 1966 bis 1989 Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Vertriebenenorganisation.

Von 1959 bis 1985 war Clemens Riedel Vizepräsident und von 1985 bis 1992 Präsident des Heimatwerkes schlesischer Katholiken. Anschließend wurde er von den Mitgliedern zum Ehrenpräsident ernannt. Neben dem Bundesverdienstkreuz am Bande wurde Riedel mit der St.-Hedwigs-Medaille des Apostolischen Visitators Breslau und dem Silvesterorden (fünfhöchster Orden der römisch-katholischen Kirche) ausgezeichnet. Clemens Riedel verstarb 2003 in Bensheim.

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek und Vorstandsvorsitzender Herbert Gröger

Die Clemens-Riedel-Stiftung ist die 481. Stiftung im Regierungsbezirk und die 169. Stiftung in der Stadt Münster.

18.08.2010

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