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Renaturierung der Ems schreitet voran: Bezirksregierung Münster feiert mit Anliegern

Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller-Elverfeld eröffnete das Ems-Auen-Fest  Abteilungsleiter Hans-Jürgen Hagemann, Franz-Josef Buschkamp, Günter Heinrichsmeier, Doris Kaiser und Hans-Josef Düwel.

Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller-Elverfeld (3.v.r.) eröffnete das Ems-Auen-Fest. Mit im Bild (v.r.): Abteilungsleiter Hans-Jürgen Hagemann, Franz-Josef Buschkamp, Günter Heinrichsmeier, Doris Kaiser und Hans-Josef Düwel.

Münster/ Kreis Warendorf. Die Ems bei Warendorf im Ortsteil Einen fließt bereits in ihrem neuen Bett. Der Start des Life-Projekts ist gelungen und die Arbeiten in und am Gewässerbett schreiten gut voran. Am Samstag (30. Oktober) hatte die Bezirksregierung Münster deshalb auf dem Schützenplatz Einen zu einem Fest eingeladen, wo sie rund 300 Anliegern und interessierten Bürgern einen Überblick über die geplante Renaturierung verschaffte.

Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller-Elverfeld sagte zur Begrüßung: "Die Ems wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen, ist sicherlich nicht möglich und auch nicht das Ziel. Unser Auftrag ist es, den Fluss in einen ökologisch guten Zustand zu bringen und ihn als lebendiges Gewässer in den Naturhaushalt einzubinden."

Zahlreiche Besucher informierten sich über den Stand des Projekts und stärkten sich mit Kaffee und Kuchen, Würstchen und Getränken. Die Mitarbeiter des Dezernats für Wasserwirtschaft standen den Besuchern für Fragen rund um das Vorhaben zur Verfügung. Sie begleiteten Interessierte zu den Bauabschnitten, zur Aussichtsplattform mit ihren Infotafeln und stellten das Ems-Auen-Schutzkonzept vor. Für Kinder und Jugendliche stand ein rollendes Umweltlabor bereit, das zu Spiel und Aktion zum Thema Fließgewässer einlud.

Mit dem Ziel die Ems zu renaturieren, setzt die Bezirksregierung das von der Europäischen Union geförderte "Life-Projekt Einen" um. Die Ems wird in den kommenden vier Jahren auf einer Länge von 4,5 Kilometern naturnah umgestaltet. Der Fluss hat durch Begradigung und kanalartigen Ausbau im vergangenen Jahrhundert seinen natürlichen Zustand verloren. Im Rahmen des Ems-Auen-Schutzkonzeptes wird an der Gewässer- und Auenentwicklung gearbeitet, um mehr Raum für eine natürliche und eigendynamische Entwicklung des Flusses zu schaffen.

Seit Anfang August diesen Jahres wird oberhalb und unterhalb der Emsbrücke an der L 548 unter Einsatz großer Maschinen gearbeitet. So werden Uferbefestigungen zurückgebaut, ein neues, breiteres Gewässerbett gestaltet, Ersatzauen, Stillgewässer und Sanddünen angelegt sowie Totholz verbaut. Die bisher monoton dahin fließende Ems wird so wieder zu einem strukturreichen Fließgewässer, dessen Aue durch den wiederkehrenden Wechsel von Überflutungen und Trockenfallen geprägt sein wird. In und am Gewässer werden neue Strukturen wie Inseln, Gleit- und Steilufer entstehen sowie Stillgewässer und Auenwald in den begleitenden Flächen. Diese Bereiche werden neuen Lebensraum für zahlreiche Fische, Vögel, Amphibien und standorttypische Pflanzen bieten. Die Landschaft wird sich mit der Zeit entwickeln und die Ems die Kraft des fließenden Wassers nutzen, um sich ihr Gewässerbett selbst zu gestalten.

Das Projekt ist mit einem Gesamtvolumen von 2,8 Millionen veranschlagt. Die Europäische Union beteiligt sich im Rahmen des Förderprogramms "Life" mit 1,4 Millionen Euro, die andere Hälfte der Kosten übernimmt das Land Nordrhein Westfalen.

Ansprache der Regierungsvizepräsidentin zum Ems-Auen-Fest am 30.10.2010 in Einen (PDF 29 KB)

Eine ständige Info-Tafel auf der Aussichtsplattform beschreibt den Emsausbau
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Eine ständige Info-Tafel auf der Aussichtsplattform beschreibt den Emsausbau

30.10.2010

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