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Klaus Wiethaup erhält Verdienstkreuz erster Klasse

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (2.v.r.) zeichnete Klaus Wiethaup (3.v.r.) mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse aus. Mit im Bild (v.l.): Enkel Felix und Enkelin Verena, Bürgermeister Klaus Gromöller, Ehefrau Isolde und Enkel Maximilian.

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (2.v.r.) zeichnete Klaus Wiethaup (3.v.r.) mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse aus. Mit im Bild (v.l.): Enkel Felix und Enkelin Verena, Bürgermeister Klaus Gromöller, Ehefrau Isolde und Enkel Maximilian.

Münster. Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hat heute (13. Dezember), stellvertretend für Bundespräsident Christian Wulff, im Wege der Höherstufung das Bundesverdienstkreuz erster Klasse an Klaus Wiethaup aus Havixbeck verliehen. Im Beisein seiner Familie und Wegbegleitern wurden Wiethaups ehrenamtliche Verdienste durch den Regierungspräsidenten im Rahmen einer Feierstunde im Von-Vincke-Haus der Bezirksregierung Münster gewürdigt.

Besonders stellte Regierungspräsident Dr. Paziorek heraus, dass sich Klaus Wiethaup auch nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1988 weiterhin ehrenamtlich im sozialen Bereich eingesetzt hat. „Dies war und ist im hohen Maße vorbildlich“, würdigte Paziorek das Engagement des Geehrten in seiner Ansprache.

Im Jahr 1988 wurde Klaus Wiethaup auf Vorschlag des Bundesministers der Verteidigung für besondere berufliche Verdienste das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Jahr 1989 war der heute 73-jährige im Berufsförderungsdienst der Bundeswehr tätig.

Er ist seit 1964 verheiratet und hat einen Sohn. Eine Tochter verstarb im Jahr 1996 mit 29 Jahren.

Seit 1983 stellt Klaus Wiethaup viele Stunden seiner Freizeit ehrenamtlich in den Dienst seiner Mitmenschen. Seit seiner Pensionierung umfasst der Zeitaufwand seines Engagements durchschnittlich 45 bis 50 Stunden pro Woche.

Über viele Jahre, bis zum Jahr 2000, betätigte sich Klaus Wiethaup im Kolping-Reisedienst als Reisebegleiter. Er erarbeitete sowohl Programme für Erholungsreisen, etwa nach Italien mit dem Schwerpunkt Rom, wie auch für politische Bildungsreisen nach Berlin, in die ehemalige DDR und nach Polen. Seine umsichtige Betreuung wurde von den Familien und Seniorengruppen gleichermaßen geschätzt.

Als Mitglied des Pfarrgemeinderates St. Dionysius in Havixbeck kümmerte sich Wiethaup von 1985 bis 1993 im Caritasausschuss um Asylbewerber und half ihnen, sich einzuleben. Er gehörte 1991 zu den Gründungsmitgliedern der ersten Havixbecker Möbelkammer, die auf Wiethaups Initiative 1999 als Möbelmagazin wiedereröffnet wurde. Dort werden gebrauchte Möbel und andere Haushaltsgegenstände als Sachspenden angenommen und durch den Verkauf in Geldspenden umgewandelt. Im Laufe der Jahre kamen so etwa 120.000 Euro sozialen Einrichtungen, Vereinen, Jugendgruppen und Schulen zu Gute. Für diese und weitere Verdienste verlieh ihm der Deutsche Caritasverband 2007 die Ehrennadel in Silber.

Als Vorsitzender des Freundeskreises der St. Dionysius-Pfarrkirche tritt er seit Jahren für den Erhalt alter kirchlicher Kulturgüter ein.

Engagiert förderte er als Vertreter der Kirchengemeinde und als Mitglied der Kommission für Städtefreundschaft die Beziehungen zwischen den Gemeinden Havixbeck und Bestensee in Brandenburg sowie zwischen der Pfarrgemeinde St. Elisabeth in König-Wusterhausen und der kirchlichen Kapellengemeinschaft St. Hedwig.

Klaus Wiethaup ist seit 1989 Mitglied der CDU. Von 1989 bis 2009 setzte er sich als sachkundiger Bürger im Ausschuss für Schule, Soziales, Jugend und Sport des Rates der Gemeinde Havixbeck insbesondere für die Belange älterer Menschen und Menschen mit Behinderung ein und engagierte sich im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Fremdenverkehr und Kultur.

Seit 2006 arbeitet er im Seniorenbeirat der Gemeinde Havixbeck und übernahm im März 2010 den stellvertretenden Vorsitz. Er engagierte sich für das Zustandekommen der Bürger-Busverbindung zwischen Nottuln und Havixbeck und wurde beim Start des Busbetriebs 2008 Mitglied des Bürgerbusvereins Nottuln e.V., seit 2009 ebenfalls als stellvertretender Vorsitzender.

Dank seines großen Einsatzes wurde die Buslinie erweitert und fährt seit Januar 2010 im ehrenamtlichen Betrieb auch die Orte Nottuln, Havixbeck und Tilbeck an.

Von 1990 bis 2004 führte Klaus Wiethaup einmal pro Woche Gruppen mit fachkundigen Informationen als „Münsterländer Kiepenkerl“ durch das Mühlenhof-Freilichtmuseum in Münster. Ebenfalls in traditioneller Tracht bringt er seit 15 Jahren Besuchern bei plattdeutsch gesprochenen Rundgängen den Ort und die Umgebung von Havixbeck nahe.

Seine erfolgreichen Heimat- und Volkskundlichen Führungen haben zum großen Bekanntheitsgrad des Sandsteinmuseums beigetragen, das jährlich rund 30.000 Besucher aus der ganzen Region anzieht.

Von 1985 bis 2005 war Klaus Wiethaup ehrenamtlich in Meisterprüfungsausschüssen und im Fortbildungsprüfungsausschuss der Handwerkskammer Münster tätig.

Zudem arbeitet er engagiert im Verkehrsverein Havixbeck und Umgebung e.V. mit.

13.12.2010

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